Gleichstellungsstelle informiert 03 / 2026

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mülheimer*innen!
Heute senden wir unseren Newsletter mit dem Hinweis auf - und der Einladung zu drei Veranstaltungen: Am Montag, 5. Oktober, laden wir herzlich alle Interessierten, zwei Tage nach dem Tag der Deutschen Einheit, zur Finissage der viel beachteten Ausstellung von Deborah Marschner in die Stadtbibliothek im MedienHaus ein. Die After-Work Party "Ladies Special", unsere Kooperation mit den Betrieben der Stadt, geht in eine neue Runde und der Runden Tisch gegen häusliche Gewalt veranstaltet wieder einen Fachtag.
Am gelungenen Gesundheitstag konnte das Büro für Chancengleichheit seine vielfältigen Themen präsentieren. Auch die diesjährige Frauenpolitsche Fahrt bot interessierten Frauen erneut die Möglichkeit, sich in netter Runde über Gleichstellungsthemen auszutauschen.

Freundlich grüßen
Sekine Günes, Sabine Herrmann, Cäcilia Tiemann, Petra Schlösser von der Gleichstellungsstelle; Belma Idrizi, Désirée Növermann von der Anlaufstelle für Alleinerziehende; Hakan Caliskan von der Antidiskriminierungsstelle - alle sind Mitarbeitende des Büros für Chancengleichheit!


Finissage zur Zeitzeugenausstellung "Verwundete Zeit" im MedienHaus am 5. Oktober
Die Ausstellung „Verwundete Zeit“ von Deborah Marschner, eine Kooperation der Stadtbibliothek im MedienHaus und der Gleichstellungsstelle, ist in der Stadtbibliothek im MedienHaus in der 3. Etage zu sehen. Wir laden alle Interessierten am Montag, 5. Oktober, zwei Tage nach dem Tag der Deutschen Einheit, zur Finissage um 18 Uhr ein. Der Erste Bürgermeister Markus Püll spricht ein Grußwort. Die Ausstellung kann zudem während der Öffnungszeiten, montags bis freitags von 10 bis 18.30 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr, kostenfrei besucht werden. Sie bietet die Möglichkeit, sich selbst im Spiegel der Geschichte zu begegnen und im Heute zu reflektieren. Persönliche Bilder und Objekte aus dem Leben der Mülheimer Künstlerin öffnen Räume des Erinnerns und fragen zugleich nach dem Heute. Sie verbinden ihre persönlichen Erfahrungen mit dem kollektiven gesellschaftlichen Erleben. Bei der Betrachtung der präsentierten Bilder und Objekte wird die Vergangenheit spürbar – als Echo, das in unsere Gegenwart hineinwirkt. Den Betrachtenden stellen sich die Fragen: "Wo sind Parallelen? Wann schweigen wir aus Furcht, erzeugt durch gesellschaftlichen Druck? Wer waren wir damals und wer sind wir heute?"
Die Wanderausstellung thematisiert 28 Jahre des Lebens der Künstlerin unter Druck, Überwachung durch die Staatssicherheit und die allgegenwärtige „Mauer der Angst“ während der DDR-Diktatur. Sie plädiert eindringlich: "Vergangenes darf nicht vergessen werden! Mit der Kraft des Erinnerns möchte ich ein Zeichen setzen und ein Sprachrohr sein für Millionen, die Ähnliches erlebten.“ Körperlich und geistig eingesperrt erlebte sie tiefe Einschnitte, die in ihrem Leben bis heute nachwirken.


Ladies Special: After-Work-Treff für Frauen am 22. Oktober
Nach der Arbeit, am Donnerstag, 22. Oktober 2026, von 17.30 bis 21.30 Uhr, ist herbstliche Entspannung für Frauen angesagt: Ein Schiff der Weißen Flotte liegt an der Ruhrpromenade fest am Stadtsteiger. DJ Mühle legt Musik nach Wunsch und Tanzlaune auf und es darf nach Herzenslust gequatscht, getanzt und gechillt werden.
Nach Feierabend geht’s also direkt los mit der Bootsparty, die seit 2019 regelmäßig stattfindet. Spezielle Cocktailkreationen des Betriebe-Chefs Joachim Exner sorgen für gute Laune und gegen den Hunger bietet das Bord-Team Snacks und Kleinigkeiten an.
Die Einladung zum Ladies Special gilt für Frauen jeden Alters, für Studentinnen, junge Frauen, berufstätig oder nicht oder in der nachberuflichen Phase. Da das Schiff an der Ruhrpromenade liegen bleibt, können die Frauen nach Lust und Laune kommen und gehen.
Der After-Work-Treff ist eine Veranstaltung der Betriebe der Stadt in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle Mülheim an der Ruhr. Der Eintritt ist frei - bei einem Mindestverzehr von 5 Euro.

Save the Date: Fachtagung am 30. November in der Akademie Wolfsburg
Wenn Opfer häuslicher Gewalt zu Täter*innen werden - Ursachen verstehen, Gewaltspiralen durchbrechen, Handlungssicherheit gewinnen

Die ganztägige Fachtagung des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle und der Akademie Wolfsburg findet am Montag, 30. November 2026, von 10 bis 15.30 Uhr in der Akademie Wolfsburg statt. Warum entwickeln manche Menschen, die selbst häusliche oder sexualisierte Gewalt erfahren haben, später gewalttätige Verhaltensweisen? Welche Rolle spielen Traumatisierungen, sozial erlernte Verhaltensmuster und das familiäre Umfeld? Und wie können Fachkräfte dazu beitragen, Gewaltspiralen frühzeitig zu unterbrechen? Der Fachtag nimmt diese Fragen aus wissenschaftlicher und praxisorientierter Perspektive in den Blick. Im Mittelpunkt stehen Erkenntnisse zu Gewaltbiografien, transgenerationalen Dynamiken und professionellen Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Menschen, die sowohl Opfer- als auch Tätererfahrungen haben. Fachvorträge und der interdisziplinäre Austausch eröffnen neue Perspektiven für Prävention, Beratung und Begleitung. Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte aus Bildung, Jugendhilfe, Beratung, Prävention sowie an weitere Interessierte, die mit den Folgen häuslicher oder sexualisierter Gewalt befasst sind.
In Kürze wird die Anmeldung möglich sein unter https://www.die-wolfsburg.de/programm/


Gesundheitstag 2026
Das Büro für Chancengleichheit beeiligte sich mit einem Stand am diesjährigen Gesundheitstag und sorgte mit Mitmachaktionen für die Präsentation und Sichtbarkeit von Frauen-, Gleichstellungs- und Gesundheitsthemen. Die Kolleg*innen durften am Glücksrad spannende Fragen zu Gleichstellungsthemen beantworten, bei einem WenDo-Schnupperkurs übten Frauen ihre Fahigkeiten zur Selbstverteidigung und eine Fachärztin sprach in ihrem Vortrag unter anderem über das Thema Longevity. Das Team der Gleichstellungsstelle (Foto), der Anlaufstelle für Alleinerziehende und der Antidiskriminierungsstelle freuten sich über das rege Interesse der Besucher*innen.


Frauenpolitische Fahrt nach Hattingen
18 Frauen aus Mülheim und Umgebung genossen am 17. September bei schönem Spätsommerwetter die Frauenpolitische Fahrt der KEFB und der Gleichstellungsstellen Mülheim, Oberhausen und Duisburg bei einer spannenden Führung über das Gelände der Henrichshütte und einen Ausflug in die idyllische Stadt Hattingen. Die Ruhrgebietsstadt an der Grenze zum Bergischen Land blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück und der besondere Blick auf die Rolle der Frauen in der Geschichte der Hütte, von der Gästeführerin anschaulich vermittelt, regte die Teilnehmerinnen zu angeregten Diskussionen an. Die stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte hieß die Frauengruppe vor dem Rathaus willkommen. Im kommenden Jahr findet die 17. Frauenpolitische Fahrt am 16. September in Mülheim an der Ruhr statt.