Gleichstellungsstelle informiert 02/2026

"Es geht darum, lebendig und kämpferisch zu sein, sich nicht zurückzulehnen und den Mund zu halten, auch wenn die Leute das gerne hätten." Pink, amerikanische Sängerin

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mülheimer*innen!
Es gehört viel Mut und Entschlossenheit dazu, über erlebte Gewalt zu berichten, sich Hilfe zu holen und Gerechtigkeit zu fordern. Das sehen wir aktuell an dem Fall der prominenten Betroffenen Collien Fernandes. Verbessern soll diese krisenhafte Gewalterfahrungen das seit 2025 bundesweit geltende "Gewalthilfegesetz" (Gesetz zur Sicherung des Zugangs zu Schutz und Beratung bei geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt - abrufbar unter dem Link: www.gesetze-im-internet.de/gewhg/GewHG.pdf). Es konkretisiert staatliche Schutzpflichten aus dem Grundgesetz und Verpflichtungen aus der "Istanbul-Konvention" (offizieller Name: Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt). Ziel ist, das Grundrecht auf körperliche und seelische Unversehrtheit konkret umzusetzen. Dazu gehören der Schutz von Frauen und Kindern vor häuslicher - und geschlechtsspezifischer Gewalt, Intervention und Prävention. Um dieses zu erreichen, müssen von den Ländern und den Kommunen ausreichende Schutz-, Beratungs- sowie Unterstützungsangebote für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder bereitgestellt werden. Die Leistungen in Schutzeinrichtungen und Fachberatungsstellen sollen für die Betroffenen langfristig kostenfrei sein und die Vernetzungsarbeit innerhalb des professionellen Hilfesystems soll unterstützt werden. Herzstück des Gesetzes ist ein Rechtsanspruch ab 2032 auf Schutz und Beratung bei geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt für Frauen und ihre Kinder.
Die gesetzlichen Grundlagen sind eine richtige und längst fällige Maßnahme zur Bekämpfung von Gewalt gegen Mädchen und Frauen!

Freundlich grüßen
Antje Buck, Sabine Herrmann, Cäcilia Tiemann, Petra Schlösser von der Gleichstellungsstelle; Belma Idrizi, Désirée Növermann von der Anlaufstelle für Alleinerziehende; Hakan Caliskan von der Antidiskriminierungsstelle - alle sind Mitarbeitende des Büros für Chancengleichheit!


Sekine Günes wird neue Gleichstellungsbeauftragte
Zum 1. Juli 2026 wird Sekine Günes die Funktion der Gleichstellungsbeauftragten bei der Stadtverwaltung Mülheim an der Ruhr übernehmen. Sie tritt damit die Nachfolge von Antje Buck an. „Ich danke Antje Buck herzlich für ihr großes Engagement und ihre prägenden Impulse für die Gleichstellung in unserer Stadt. Mit ihrem Einsatz hat sie wichtige und nachhaltige Grundlagen geschaffen. Gleichzeitig freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit Sekine Günes, die diese wichtige Aufgabe mit ihrem eigenen Profil und neuen Perspektiven weiterentwickeln wird“, so Oberbürgermeister Marc Buchholz.
Als Diplom-Sozialpädagogin und Diplom-Sozialarbeiterin mit dem Schwerpunkt Beratung und Management verfügt Sekine Günes über eine fundierte fachliche Qualifikation und langjährige Erfahrung, die gesellschaftspolitische, rechtliche und beratende Perspektiven miteinander verbindet. Sie arbeitet seit 19 Jahren in unterschiedlichen Funktionen in der Mülheimer Stadtverwaltung – aktuell ist sie als Geschäftsführerin des Ausschusses für Chancengerechtigkeit sowie der Städtekooperation Integration.Interkommunal tätig.
„Vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen, in denen Gleichstellung, Diversität und soziale Gerechtigkeit zunehmend unter Druck geraten, ist es mir ein wichtiges Anliegen, mich für faire Strukturen einzusetzen. Ich übernehme diese verantwortungsvolle Aufgabe mit großer Motivation, um Chancengleichheit zu fördern, Benachteiligungen abzubauen und die Gleichstellungsarbeit innerhalb der Stadtverwaltung weiterzuentwickeln sowie durch Projekte und Kampagnen auch in die Stadtgesellschaft hineinzutragen“, erklärt Sekine Günes.


Frauenpolitisch unterwegs nach Hattingen
Am Donnerstag, 17. September 2026, führt die 16. Frauenpolitische Fahrt nach Hattingen. Bei einem geführten Rundgang über das Gelände der ehemaligen Henrichshütte wird die Arbeitswelt aus der Frauenperspektive beleuchtet - mit historischen Fakten, persönlichen Biografien und genügend Raum für Diskussionen. Danach führt der Weg in die idyllische Altstadt von Hattingen - mit Zeit für Austausch und Gespräche. Der ganztägige Busausflug der KEFB, Katholische Familienbildung, und der Gleichstellungsstellen Mülheim an der Ruhr, Oberhausen und Duisburg ist als Bildungsurlaub anerkannt!
Weitere Infos und Anmeldung unter oberhausen@kefb.de oder 0208/85996-40.


Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage: Astrid Lindgren-Schule ist dabei!
Nach langer Vorbereitung war es am Mittwoch, 24. April, endlich soweit: Die Astrid Lindgren-Schule wurde als zweite Grundschule Mülheims in das bundesweite Netzwerk als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ aufgenommen. Etliche Gäste waren gekommen, allen voran Oberbürgermeister Marc Buchholz (Mitte), der neben ehrenden Worten auch die Zeit fand, den Kindern im Rahmen einer Sprechstunde etliche Fragen zu beantworten. Weiteres Highlight war der Besuch von Maximilian Braune. Der 1. Torwart des MSV Duisburg. Braune (4. v. rechts) hat genauso wie Hakan Caliskan (2. v. rechts), Antidiskriminierungsbeauftragter der Stadt Mülheim, die Patenschaft für die Astrid Lindgren-Schule im Netzwerk übernommen. Aber die wichtigste Rolle hatten die Kinder – und der sind sie in selbst gebatikten T-Shirts bei einem Flashmob auf dem Schulhof und mit mehreren Liedern wirklich gerecht geworden!  Acht Schüler*innen des Kinderparlaments versammelten sich später um Marc Buchholz und stellten ihm Fragen, die der Oberbürgermeister geduldig und bestens gelaunt beantwortete. Hakan Caliskan fand anschließend einfühlsame Worte als Pate der Astrid Lindgren-Schule und erklärte den Kindern, dass sie ihn immer kontaktieren dürfen, wenn sie diskriminiert werden oder erleben, dass jemand ausgegrenzt wird.


Burnout vorbeugen, Resilienz stärken
Alleinerziehende tragen im Alltag oft besonders viel. Die Veranstaltung "Burnout‑Vorbeugung & Resilienz für Alleinerziehende" am 15. Juni 2026 von 16–18 Uhr bietet Raum zum Durchatmen, Verstehen und Kraftschöpfen. Teilnehmende erhalten alltagsnahe Impulse, um Stress früh zu erkennen, Entlastungsstrategien zu entwickeln und die eigene Widerstandskraft zu stärken. Ergänzend gibt es Orientierung zu beruflichen Perspektiven und lokalen Unterstützungsangeboten. Mehr Infos finden Sie hier
Ort: Meeting Point des Jobcenters Mülheim, Löhberg 72; Kinderbetreuung: kostenfrei; Anmeldung bis 12. Juni: alleinerziehend@muelheim-ruhr.de. Eine Veranstaltung im Rahmen von #mülheimvernetzt: Eine Kooperation zwischen der Anlaufstelle für Alleinerziehende im Büro für Chancengleichheit und dem Jobcenter Mülheim mit der Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt.


Der Verein Hilfe für Frauen veranstaltet einen WenDo-Kurs am 12. und 13. Juni. Alle Infos können dem Plakat entnommen werden.


SAVE THE DATE – FEMCOM 2026
Am 28. September 2026 bringt die FEMCOM wieder Frauen, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie regionale Organisationen - erstmals in Oberhausen - zusammen. Im Mittelpunkt stehen Austausch, neue berufliche Perspektiven, Fachkräftesicherung und moderne Arbeitskultur.
Freuen Sie sich auf:
Info-Campus – Beratung, Informationen und regionale Netzwerke
Bühnenprogramm – Speakerinnen, Interviews und neue Impulse
Job Speed Dating – kurze Gespräche zwischen Unternehmen und Kandidatinnen
Kinderbetreuung – Teilnahme unabhängig von der Betreuungssituation
Am 28. September von 9 bis 15 Uhr im Zentrum Altenberg, Oberhausen. Die Teilnahme kostenfrei. Weitere Informationen und Anmeldung finden Sie hier