Gleichstellungsstelle informiert 01/2026
"Wenn Meinungsfreiheit und Menschenwürde durch Tech-Giganten und Autokraten angegriffen werden, ist unsere Arbeit umso wichtiger. Das Bundesverdienstkreuz bestärkt uns, weiterzumachen." Anna-Lena von Hodenberg. HateAid-CEO
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mülheimer*innen!
Die Künstliche Intelligenz, kurz KI, ist in aller Munde und schon jetzt ist klar: Wie müssen, wenn wir uns nicht mit ihr anfreunden, uns in jedem Fall mit ihr arrangieren. Für die jüngeren Menschen ist KI bereits ein unverzichtbares Tool in fast allen Lebensbereichen. Bei älteren Menschen herrscht oft Skepsis und Unsicherheit. Bereits jetzt gibt es kritische Untersuchungen zur Belastbarkeit der Inhalte oder auch mangelnder Gendergerechtigkeit (die KI-Programme werden überwiegend von Männern entwickelt). Für Diskussionen und Empörung sorgt aktuell das KI-Tool "Grok" auf Elon Musks Plattform "X". Die damit erstellten sexualisierten Deepfakes sorgen weltweit für Kritik. Josephine Ballon, die Geschäftsführerin von HateAid, wird dazu am 15.1.26 in der WAZ zitiert: "Man geht davon aus, dass 95 Prozent der im Internet kursierenden Deepfakes sexualisiert sind. Die meisten zeigen Frauen ohne ihr Einverständnis." Einige Ländern verbieten "Grok" bereits. Die deutsche Datenschutzgrundverordnung bietet keinen ausreichenden Schutz. Das Bundesjustizministerium arbeite, so Ministerin Stephanie Hubig, an einem digitalen Gewaltschutzgesetz. In jedem Fall empfiehlt sich die Bewahrung einer kritische Haltung gegenüber KI und eine Überprüfung erfragter Informationen.
Freundlich grüßen
Antje Buck, Sabine Herrmann, Cäcilia Tiemann, Petra Schlösser von der Gleichstellungsstelle; Belma Idrizi, Désirée Növermann von der Anlaufstelle für Alleinerziehende; Hakan Caliskan von der Antidiskriminierungsstelle - alle sind Mitarbeitende des Büros für Chancengleichheit!
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Am Samstag, 7. Februar, wird ab 22 Uhr (die Bar ist ab 21 Uhr geöffnet) im Ringlokschuppen Ruhr, Am Schloss Broich 38, in einem geschützten Rahmen unter FLINTA* ausgelassen zum Sound von gianni getanzt und gefeiert - in einem sicheren und respektvollen Umfeld ohne Cis-Männer. Da Geschlechtsidentität nicht am Äußeren abzulesen ist, bekommen alle Gäste beim Einlass eine kurze Einführung. Die Party des Ringlokschuppens Ruhr findet statt in Zusammenarbeit mit der Zentralen Gleichstellung der Hochschule Ruhr West und der Gleichstellungsstelle der Stadt Mülheim an der Ruhr. Der Eintritt kostet 5 Euro.
FLINTA* steht für Frauen, lesbische-, Inter-, nichtbinäre-, trans- und agender-Personen. Das Sternchen steht für alle weiteren Geschlechtsidentitäten, die nicht cis-männlich sind.
„Feministische Positionen gegen Krieg und Militarismus“: Lesekreis in der vier.zentrale
Am 11. Februar beginnt der monatliche feministische Lesekreis zum Thema „Feministische Positionen gegen Krieg und Militarismus“ in der vier.zentrale in Mülheim. Die Idee ist, gemeinsam laut Textabschnitte zum Thema zu lesen und sie in der Gruppe zu erschließen. Das können sowohl historische Texte als auch z.B. Artikel aus dem Missy Magazine sein. Weitere Infos und Anmeldung finden Sie hier.
"One Billion Rising" gegen Gewalt an Frauen und Femizide
"Women on Fire – Ni una menos" (Nicht eine weniger) ist das diesjährige Motto und der Name einer feministischen Bewegung, die 2015 in Argentinien entstand und sich gegen Femizide und geschlechtsspezifische Gewalt einsetzt. Wer Lust hat, tanzend gegen Gewalt an Frauen weltweit zu protestieren, kann das am 14. Februar um 12 Uhr in Oberhausen am Platz der Guten Hoffnung 1 am Westfield Centro tun: Lieder und die Tanz-Choreografie gibt es hier.
Femizide in Deutschland 2025 - 282 Täter: Durch die Gewalt ihres Partners, Ex-Mannes, Bekannten, Verwandten, Lebensgefährten, Bruders, Sohnes, Vaters, Mitschülers, Nachbarn, Kollegen, etc. starben bis Anfang Janaur 2026 134 Frauen, 2 Mädchen, 3 Kleinkinder, 2 Jungen und 8 Männer. Zudem wurden 143 weitere Frauen, fünf Mädchen, acht Männer und fünf Jungen zum Teil sehr schwer verletzt, sowie 14 Frauen, und 1 Mädchen mit dem Tod bedroht.

TIME TO DANCE wieder im Ringlokschuppen Ruhr: Frauenparty am 6. März
Am Freitag, 6. März, lädt die Gleichstellungsstelle zur kostenlosen Frauenparty anlässlich des Internationalen Frauentags in den Ringlokschuppen Ruhr, Am Schloss Broich 38, ein. Begonnen wird um 17.30 Uhr (Einlass 17 Uhr) mit einem kurzen Line Dance-Kurs. Danach legt DJ diesuse Tanzbares für jeden Geschmack auf: it's "TIME TO DANCE"!
Von 17 bis max. 21 Uhr wird Kinderbetreuung angeboten, dafür bitte hier anmelden!

Am Freitag, 6.März, veranstaltet das Team des Hilfe für Frauen e.V. von 11 bis 15 Uhr einen Stand vor dem Forum (bei schlechtem Wetter im Forum) mit Informationen zum Internationalen Frauentag am 8. März.

Salon zum feministischen Kampftag
Das Theater an der Ruhr, Akazienallee 61, lädt am Internationalen Frauentag, 8. März, um 16 Uhr zu einem Nachmittagssalon ein: Frauen haben in der Vergangenheit Erstaunliches geleistet, haben sich als visionäre Gestalterinnen hervorgetan und mutig in die Zukunft gedacht. Zu Kaffee und Gebäck wird im Foyer das neue Buch des FrauenRats NRW vorgestellt: "12 Leben – 12 Jahrhunderte" versammelt Porträts von Utopistinnen mit großer Kraft, die alle in unserer unmittelbaren Umgebung gewirkt haben. Im Anschluss folgt ein Theaterstück zu den Lobgesängen von Hildegard von Bingen. Weitere Infos finden Sie hier.

Entgelttransparenzgesetz und Equal Pay
Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie, die bis zum 7. Juni 2026 in deutsches Recht umgesetzt werden muss, führt neue Standards ein und Arbeitgebende werden europaweit zu deutlich mehr Transparenz verpflichtet. Auch kleinere und mittlere Betriebe geraten erstmals in den Fokus. FAQ's werden hier beantwortet
Am 27. Februar 2026 ist Equal Pay Day! Der Tag markiert symbolisch den Gender Pay Gap, der seit 2024 in Deutschland 16 Prozent beträgt.
equal pay every day: Unter diesem Motto rückt die diesjährige Equal Pay Day Kampagne in den Fokus, wie sich die geschlechterspezifische Lohnlücke im Laufe des Lebens entwickelt und auswirkt. Vom Erlernen von Rollenbildern in Kindheit und Jugend über die Berufswahl und die Familiengründung bis zur Rente und weiblichen Altersarmut: Anhand der verschiedenen Lebensabschnitte wird deutlich, wie gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Strukturen Lohngleichheit immer wieder erschweren und mit welchen Stellschrauben es gelingen kann, das zu ändern und equal pay Realität werden zu lassen – nicht nur punktuell, sondern an jedem Tag.
KITE - ein Serious Game mit feministischer KI
Die neue Web-App Kite ist nun online! Kite ermöglicht es Gründerinnen, typische Situationen im Gründungsprozess spielerisch zu trainieren. Zum Beispiel das Gespräch mit der Bank oder das Verhandeln eines Honorars. Nutzerinnen testen unterschiedliche Reaktionen in realistischen Dialogen und erhalten KI-gestütztes, stärkenorientiertes Feedback auf Basis der Expertise von Gründungsexpertinnen. In Dialog-Novels begegnen Nutzerinnen zum Beispiel einem Investor, der ihre Unternehmensbewertung als „ambitioniert“ abtut, oder einem Vermieter, der ihre Belastbarkeit in Frage stellt.


